# 131
geschrieben von Marc Lewon,
am 05-07-2010, 15:17:48
Grenzach
Mittwoch, 7. Juli um 20 Uhr in Basel (Peterskirche)
NEIDHART Unerhörtes aus Reuental Die Lieder Neidharts begeisterten das mittelalterliche Publikum und noch heute fasziniert dieser früheste, mit Melodien erhaltene Minnesang. Ensemble LEONES präsentiert wahren Minnesang. (unterstützt durch die Ernst Göhner Stiftung)
Dieses Programm wird als CD bei NAXOS International erscheinen.
ZUM PROGRAMM Neidhart, aufgrund einer Fehlinterpretation im 19. Jh. heute noch häufig unter dem Beinamen "von Reuental" bekannt, war im späten Mittelalter einer der beliebtesten Minnesänger. Dabei bestehen seine Lieder in erster Linie aus einer Verballhornung des klassischen "Sangs" - in der modernen Forschung auch „Gegensang“ genannt. Während seine Zeitgenossen noch den höfischen Minneidealen frönen, verdreht er die Minnesituationen und versetzt die Szenerien vom höfischen ins dörfliche, gar bäurische Umfeld. Mit Neidharts Werk liegt nun ein Glücksfall vor, denn unter den Minnesängern ist seine Musik am besten dokumentiert. Mit dem sogenannte "Frankfurter Neidhart-Fragment O" aus der Zeit um 1300 liegt wahrscheinlich sogar die früheste Überlieferung zum Minnesang überhaupt vor. Umso verwunderlicher ist es, daß die Melodien dieses Fragments in der modernen Aufführungstradition bislang so gut wie überhaupt nicht wahrgenommen wurden. Parallel zur praktischen Arbeit des Ensembles mit diesem Fragment entstand deshalb eine Faksimilierung, Übertragung und Rekonstruktion der Handschrift, die in einer völlig neuen Edition mündete. Auf dieser Basis wurde die Quelle für das vorliegende Programm erschlossen, und - wie das gründliche Studium gezeigt hat - die Melodien sind von außerordentlicher Schönheit und Qualität. Das Konzertprogramm "Unerhörtes aus Reuental" widmet sich dieser frühesten Überlieferung und präsentiert außer den Liedern des "Minnesang-Rebellen Neidhart" Instrumentalstücke, die im Stil zeitgenössischer Tanzmusik aus Neidharts Melodien entwickelt wurden. Neben derben Späßen und Kritik am Hofe handeln die Lieder aber auch von ernsthafter Reflexion über die Eitelkeit der Welt und vom Dienst am Herrn, dessen Gunst sich der Sänger erkämpfen muss, wenn er seinen Lebensunterhalt verdienen will.
ENSEMBLE LEONES Els Janssens-Vanmunster – Gesang Baptiste Romain – Fidel, Dudelsack Marc Lewon (Leitung) – Laute, Fidel, Gesang
# 130
geschrieben von Duivelspack,
am 03-07-2010, 16:43:58
Detmold
DUIVELSPACK: Dicke Freunde
Endlich ist es soweit: der Vorverkauf für die DICKE FREUNDE-Live-CD-Konzerte am 8. und 9. Oktober beginnt. Um Euch richtig in die Welt des Mittelalters eintauchen zu lassen, haben wir ein umfangreiches und anspruchsvolles Rahmenprogramm für Euch gebastelt:
Stadtführung Musicus Varus wird Euch am Nachmittag auf dem Detmolder Marktplatz zu einer mittelalterlich-musikalischen Stadtführung begrüßen. Er führt Euch vom frühen Mittelalter in die Stadtgründungszeit des 13. Jahrhunderts. Diese StadtGänge sind seit 8 Jahren sehr beliebt und jedes Mal gut besucht! Wir freuen uns, wenn Ihr während der Führung Gewandung tragt.
Bankett Am Abend folgt ein Bankett in der historischen Schlosswache vis a vis zum Schloss Detmold. Mit einem Begrüßungsgetränkt betretet Ihr den (okay, barocken...) Saal und genießt ein 3 gängiges Menü ohne Kartoffeln, Tomaten und Mais! Die musikalische Umrahmung des Bankettes übernimmt unser lieber Kollege Henning der Barde.
Konzert Es folgt der Umbau zu unserem Konzert, die Tafeln werden aufgehoben und um Punkt 21 Uhr erwarten wir die spitzen Schreie unserer weiblichen Fans, sobald wir den Saal betreten... der Rest liegt in Eurer Hand und endet etwa um 23.30 Uhr.
Burgführung Am nächsten Mittag um 12 Uhr zeigt Euch Arnulf der Puster die Ruine der Falkenburg. Der Spaziergang und die frische Luft bringen Euch neue Kräfte und rundet das 10-stündige Mittelalterprogramm ab. In den Mauern der Burg werden wir für Euch „Die zwei Falken“ singen.
Paketpreis - 3-Gang-Bankett, inkl. musikalischer Umrahmung - Musikalisch-Mittelalterlicher StadtGang mit Musicus Varus - Burgführung in der Ruine der Falkenburg mit Arnulf dem Puster - Das DICKE FREUNDE-Livekonzert für die Ewigkeit
„Mythos Hildebrandslied - die Musik der Germanen“ ein musikarchäologisches Projekt des Ensembles Duivelspack zum 2000. Jubiläum der Varusschlacht am Teutoburger Wald. Alle Infos unter: www.duivelspack.de/germanen.html
# 129
geschrieben von Burg Trifels,
am 30-06-2010, 13:30:02
Annweiler
STAUFERFEST AUF DEM TRIFELS
Am 7. und 8. August 2010 lädt die Direktion "Burgen, Schlösser, Altertümer in Rheinland-Pfalz" zum Stauferfest auf die traditionsreiche Löwenherz-Burg Trifels, hoch über Annweiler. "Höfisches Leben der Staufer" ist das Motto des diesjährigen bereits traditionellen Burgfestes auf der Reichsburg Trifels. Der Kaisersaal der Burg wird zum Schauplatz für Tanz, Theater, Dichtung und Musik und erinnert an das hiesige höfische Leben. Ein buntes Mittelaltermarkttreiben findet am Fuße der Burg statt.
Der Berliner Sänger Hans Hegner stellt die Musik im Banne der Stauferkaiser vor. Schließlich waren der alte Barbarossa, aber auch Philipp von Schwaben und Friedrich II: große Förderer der Lyrik und der Musik, Stauferkaiser Heinrich VI. war in seiner Jugend ja sogar selbst ein Dichter und Sänger und steht als Höchstgestellter seiner Zunft als erster in der berühmten Manessischen Liederhandschrift. Den direkten Lokalbezug schafft dann Knud Seckel mit seinem Vortrags- und Sangesprogramm "Richard Löwenherz auf Burg Trifels". Der englische König hatte ja einen längeren Zwangsaufenthalt auf der Burg zu absolvieren, Knud Seckel singt Lieder aus dem Umkreis von Richard und stellt die Zeitbezüge her. Dritter im Bunde ist Holger Schäfer, wie Seckel bereits als "Minnesänger des Jahres" beim Karfunkel-Sängerstreit ausgezeichnet. Er versetzt das Publikum zurück in die Zeit, als die Staufer und die Welfen ihren jahrelangen Zwist um die Kaiserkrone hatten und erinnert an den legendären "Sängerkrieg auf der Wartburg". An beiden Tagen wechseln sich die drei Barden mit ihren Programmen stundenweise ab, zusätzlich sind auch noch diverse Spielleute mit abwechslungsreichem mittelalterlichen Instrumentarium vor Ort, sowie die Tänzer der Gruppe "Faux pas" um den rührigen "Chnutz vom Hopfen", der nicht nur kurze Programme mit Tänzen und Gesten leitet, sondern zwischendurch auch Geschichten in der Kapelle erzählt. In der Turmkammer gibt es derweil Webvorführungen mit Irene von der Gruppe Sweppenhuzun. Das Programm geht Samstag von 11 Uhr bis 19.30 Uhr, Sonntag von 11 Uhr bis 18 Uhr. Der Höhepunkt der Veranstaltung ist das festliches Konzert am Samtagabend um 20 Uhr im Kaisersaal der Trifels unter dem Motto "Treuer Dienst, hoher Sang". Jeder der drei Sänger wird dann die Höhepunkte aus seinem Programm darbieten, natürlich wird auch gemeinsam musiziert, die Tänzer und Spielleute sind auch dabei.
Sa 7.8.2010 11 Uhr Knud Seckel: Richard Löwenherz auf Burg Trifels 12 Uhr Tanz mit allen Musikanten und der Gruppe Faux Pas 13 Uhr Hans Hegner: Musik im Banne der Stauferkaiser 14 Uhr Chnutz vom Hopfen und Faux Pas: Hut ziehen oder Füße küssen? Gesten in staufischer Zeit 15 Uhr Gemeinsames Programm mit Knud Seckel, Holger Schäfer, Hans Hegner und Musikanten 16 Uhr Holger Schäfer: Der Sängerkrieg auf der Wartburg 17 Uhr Tanz mit allen Musikanten und der Gruppe Faux Pas 18 Uhr Knud Seckel: Richard Löwenherz auf Burg Trifels 19 Uhr Chnutz vom Hopfen und Faux Pas: Hut ziehen oder Füße küssen? Gesten in staufischer Zeit 20 Uhr Abendkonzert zum Stauferfest: "Treuer Dienst und Hoher Sang" mit Knud Seckel, Hans Hegner, Holger Schäfer und div. Spielleuten
So 8.8.2010 11 Uhr Hans Hegner: Musik im Banne der Stauferkaiser 12 Uhr Tanz mit allen Musikanten und der Gruppe Faux Pas 13 Uhr Holger Schäfer: Der Sängerkrieg auf der Warburg 14 Uhr Gemeinsames Programm mit Knud Seckel, Holger Schäfer, Hans Hegner und Musikanten 15 Uhr Knud Seckel: Richard Löwenherz auf Burg Trifels 16 Uhr Holger Schäfer: Der Sängerkrieg auf der Wartburg 17 Uhr Chnutz van Hopfen und Faux Pas: Hut ziehen oder Füße küssen? Gesten in staufischer Zeit
# 128
geschrieben von Lindenmühle,
am 25-06-2010, 08:01:28
Burguffeln
Hommage an Ougenweide
(Hans Hegner, Minnesänger aus Berlin)
Der Berliner Minnesänger Hans Hegner und der Hofgeismarer Mittelalterspezialist Dr. Lothar Jahn stellen am Sonntagabend in der Lindenmühle Burguffeln die Vorreiter des Mittelalter-Rock vor: Ougenweide. Die Gruppe, die vor genau 40 Jahren gegründet wurde, wurde zum Wegweiser der gesamten mittelalterlichen Musikszene. Natürlich wird nicht nur über Musik geredet: Es gibt viel Live-Musik.Herr Hegner hat die vielseitige Instrumentalistin Cosima Hoffmann mitgebracht, Lothar Jahn seine Mitstreiter vom Musiktheater Dingo. So werden auch Susanne und Reinhold Schmidt, Gerda Weinreich und die beliebte Sopranistin Dagmar Jahn ihre Stimme erheben, um die alten Ougenweide-Klassiker zur Begleitung von mittelalterlichen Instrumenten zum Klingen zu bringen. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr, Karten gibt es für 10 Euro an der Abendkasse.
(Dagmar Jahn und Reinhold Schmidt vom Musiktheater Dingo in der Lindenmühle)
# 127
geschrieben von Maria Jonas,
am 22-06-2010, 11:49:00
Köln
Aufführungen des Ordo Virtutum mit Ars Choralis Coeln
So, 4. Juli 2010 Köln-Ehrenfeld, DEUTSCHLAND Karte Konzert: ORDO VIRTUTUM – Die Ordnung der Kräfte, das Mysterienspiel der Hildegard von Bingen (1098-1179), Ars Choralis Coeln, Ltg. Maria Jonas, ev. Versöhnerkirche, Eisheiligestraße 32 Beginn 18:00h
Di, 6. Juli 2010 Waldkirch, DEUTSCHLAND Karte Konzert: Festspiele Europäische Musikwochen Passau, ORDO VIRTUTUM, Ars Choralis Coeln Beginn 19:30h
Sa, 17. Juli 2010 Neuss, DEUTSCHLAND Karte Konzert: Eröffnung der "Romanischen Nacht" mit dem ORDO VIRTUTUM, Ars Choralis Coeln Beginn 20:30h
Mo, 19. Juli 2010 Feldkirch, ÖSTERREICH Karte Konzert: ORDO VIRTUTUM, Ars Choralis Coeln Beginn 20:00h
Mi, 28. Juli 2010 Essen-Werden, Abteikirche, DEUTSCHLAND Karte Konzert: Sommerkurs Gregorianik, ORDO VIRTUTUM, Ars Choralis Coeln Beginn 20:00h
# 126
geschrieben von Woche der Romanik,
am 21-06-2010, 08:38:25
Bad Arolsen
Malerei und Musik der Romanik
Vortrag von Dr. Vera Leuschner, Gesang von Dagmar Jahn
Im Rahmen der Woche der Romanik ist am Mittwoch, dem 23. 6., ab 18 Uhr im Bürgerhaus Bad Arolsen die Kunsthistorikerin Dr. Vera Leuschner aus Zierenberg zu Gast. Sie wird einen Vortrag zur Malerei der Romanik halten. Umrahmt wird der Vortrag von Gesang der Sopranistin Dagmar Jahn, die auch beim Europäischen Minnesangfestival in Braunschweig 2009 sang. Die Epoche der Romanik umfasst im wesentlichen den Zeitraum von etwa 1000 bis 1250. Sie löst die Epochen der karolingischen und ottonischen Kunst ab. Die kulturellen Zentren wechseln. Im frühen und hohen Mittelalter sind vor allem die Klöster aber auch die Orte der Erzbistümer (Trier, Köln, Mainz) und Bistümer die Träger der Kultur. Entsprechend ist die Kunst weitgehend von christlichen Inhalten bestimmt. Die Malerei der Romanik hat viele Erscheinungsformen: neben die Wandmalerei (in enger Verbindung zur Architektur, d.h. in der Regel zum Kirchenbau) treten Buchmalerei, Tafelmalerei und Glasmalerei. Während wir für die Architektur der Romanik in unserer Gegend auf berühmte Beispiele verweisen können (abgesehen von vielen kleineren Kirchen z.B. auf Fulda, Lippoldsberg, Hersfeld), sind Wandmalereien der Romanik hier nicht in gleichem Umfang erhalten geblieben. Daher werden hochbedeutende Bilderfolgen im Rheinland (Schwarzrheindorf) und in Westfalen (Soest) gezeigt. Im Zentrum des Vortrags wird aber ein Werk der Buchmalerei stehen: das Evangeliar Heinrichs des Löwen, das in unserer unmittelbaren Nähe, im Benediktinerkloster Helmarshausen bei Bad Karlshafen um 1188 entstand. Zum Ausklang soll der Blick auf die „Hildesheimer Decke“ (St. Michael) und auf ein Beispiel höfisch-ritterlicher Kunst: die Fresken im sog. Hessenhof in Schmalkalden gelenkt werden.
Passend zum Vortrag gibt es Musik der Sopranistin Dagmar Jahn, die in der Region auch schon bei Veranstaltungen von Bezirkskantor Jan Knobbe als Sängerin zu hören war. An diesem Abend wird natürlich kein Mozart ertönen, sondern Musik der hohen Minne, wie sie Dagmar Jahn beim Europäischen Minnesangfestival 2009 in Braunschweig vortrug. Unendlich traurgie Melodien aus Deutschland und dem alten Frankreich von Meistern wie Bernard de Ventadorn, Wolfram von Eschenbach und Walther von der Vogelweide. Seit 1999 beschäftigt sich Dagmar Jahn mit mittelalterlichem Gesang. Die ausgebildete Sängerin, die hauptberuflich als Lehrerin arbeitet, spielte und sang in vielen Projekten des Hofgeismarer Musiktheaters Dingo Hauptrollen. Die Sängerin ist auch bekannt als Sopranistin bei vielen Kirchenproduktionen, so z.B. "Elias" und "Paulus" von Mendelssohn-Bartholdy, Weihnachtsoratorien von Bach und Saint-Saens, "Vesperae solemnes" von Mozart und "A Christmas Charol von Benjamin Britten". Außerdem sang die vielseitige Künstlerin auch Chansons, war u.a. Finalistin beim Ralph-Benatzky-Wettbewerb in Hamburg.
# 125
geschrieben von Lindenmühle,
am 17-06-2010, 19:55:32
Burguffeln
Lindenmühle: Eine Hommage an Ougenweide Berliner Minnesänger Hans Hegner kommt
Anfang Juni gab es auf Burg Falkenstein ein großes Tributkonzert für die Siebziger-Jahre-Kultband Ougenweide. Künstler aus ganz Deutschland huldigten den Vorreitern der Mittelaltermusikszene. Alle noch lebenden Mitglieder der damaligen Erfolgsbesetzung von Ougenweide waren dabei. "Das war wirklich beeindruckend, ein Erlebnis ganz besonderer Art," bedankte sich Ougenweide-Gitarrist Wolfgang von Henko bei Dr. Lothar Jahn, der die Idee zu der Großveranstaltung hatte. Und Sängerin Minne Graw ergänzte: "Es war eines der schönsten Wochenenden meines Lebens - ungelogen!"
Ein kleiner Teil der Akteure von Falkenstein möchte ein Teil dieser Stimmung weitergeben: Am 27. Juni wird in der Lindenmühle Burguffeln gibt es ab 20 Uhr eine "Hommage an Ougenweide". Mit dabei sind der Berliner Minnesänger Hans Hegner, die Sängerin und Musikantin Cosima Hofmann sowie Spielleute vom Musiktheater Dingo, die auf Falkenstein viele Musiker begleitet haben.
Dr. Lothar Jahn wird unter dem Motto "Minne, Rock und Zaubersprüche" die Geschichte von Ougenweide nachzeichnen, dazu gibt es neben einigen Beispielen von alten Schallplatten ganz viel Live-Musik. Ougenweide-Klassiker wie die "Merseburger Zaubersprüche", "Nieman kan mit gerten" und "Ouwe" werden neu zum Klingen gebracht.
Hegner und Jahn spüren aber auch den Quellen nach: Sie zeigen auf vergnügliche Weise auf, wie Ougenweide die Originalvorlagen bearbeitet und effektvoll modernisiert haben. Dass sie damit zum "Vorreiter einer ganzen Szene" wurden, so betont Ougenweide-Entdecker und -Produzent Achim Reichel im Vorwort des Tribut-Albums, das seit Anfang Juni im Handel erhältlich ist, "das hat damals wirklich keiner geahnt".
In der Lindenmühle geht es am 29.8. mit nordhessischem Mundartspaß weiter: Jochen Faulhammer und Christine Weghoff verkünden: "Mäh sinn doch au wer". Tickets für die Veranstaltungen kosten 10 Euro. Vorbestellung unter 05671-925355.
# 124
geschrieben von Woche der Romanik,
am 10-06-2010, 12:12:37
bad arolsen
WOCHE DER ROMANIK Schatzkammer Nordwaldeck
Der Volksbildungsring Bad-Arolsen führt in Kooperation mit den Gewerbevereinen und den Partnerkommunen Bad Arolsen, Diemelstadt, Twistetal und Volkmarsen vom 21. bis 27. Juni eine "Woche der Romanik" durch. Vorträge, Konzerte, Ausstellungen und Führungen sollen an das romanische Erbe der "Schatzkammer Nordwaldeck" erinnern. Die Kirchen in Mengeringhausen und Twiste, die Kirchenruine Alt-Rhoden, das Bürgerhaus Bad Arolsen und die örtlichen Sparkassen sind die Veranstaltungsorte. Die Vorträge setzen sich mit der mittelalterlichen Geschichte Waldecks (Jürgen Römer) und seinen romanischen Kirchen (Xenia Stolzenburg) auseinander, ein umfassender Blick wird auf das Geistesleben der Romanik (Vera Leuschner) und die hochmittelalterliche Frömmigkeit (Karl Baus) geworfen. Auch Arbeiten von Schülern z.B. der Schlossburgschule und der Kugelsburg-Schule werden präsentiert, ein Projektchor setzt sich unter Leitung von Rainer Böttcher mit sakralen Gesängen der Romanik auseinander. Darüber hinaus werden bekannte Künstler der Mittelalter-Musikszene werden auftreten: Mit Hans Hegner aus Berlin, Dagmar Jahn aus Hofgeismar und Knud Seckel aus Alsbach werden drei bekannte Interpreten des Minne- und Spruchgesangs zu erleben sein. Hans Hegner wird gemeinsam mit Cosima Hoffmann am 24.6. auch eine Schulveranstaltung durchführen, die die Jugend in die Thematik einführt. Eine lockere Verbindung von alten Klängen mit heutigen Musikformen bietet das Frauen-Ensemble "Die Irrlichter" bei zwei Konzerten am 26. (Bürgerhaus Bad Arolsen, 19.30 Uhr) und 27. Juni (Kirchenruine Alt-Rhoden, 12 Uhr). "Die Irrlichter" aus Köln sind im Moment auf Erfolgskurs, beim Minneturnier auf Burg Falkenstein wurden sie Anfang Juni mit allen drei Preisen ausgezeichnet. Auf Nachbauten alter Instrumente wie Schlüsselfidel, Schalmei und Basslaute interpretieren sie historische Stücke aus Mittelalter und Renaissance auf ihre unverwechselbare, sympathische Art. Charakteristisch für die Irrlichtermusik sind der mehrstimmige Frauengesang, wechselnde Solisten und das liebevolle Arrangement jedes einzelnen Stückes. Die Veranstaltungsreihe wird für den Volksbildungsring von Herbert Weygandt aus Bad Arolsen organisiert.
ALLE TERMINE AUF EINEN BLICK:
21.6. AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG "Geschichte der Kugelsburg" (Schüler der Kugelsburg-Schule Volkmarsen). Sparkasse Volkmarsen, 11 Uhr
22.6. AUFTAKT "Waldeck zur Zeit der Romanik". Vorträge: Jürgen Römer:"Die mittelalterliche Geschichte Waldecks", Xenia Stolzenburg: "Nordwaldecks romanische Kirchen". Statt-Theater: Alltagszenen aus der Romanik Musik: Knud Seckel, Bürgerhaus Bad Arolsen, 20 Uhr
23.6. BEGEGNUNG MIT DER ROMANIK, Vortrag Vera Leuschner, Schülerpräsentationen, Musik: Dagmar Jahn, Bürgerhaus Bad Arolsen, 18.00
24.6. MINNE- UND SPRUCHGESANG, Hans Hegner/Cosima Hoffmann, Schülerveranstaltung, Kirche Mengeringhausen, 10 Uhr
24.6. GLAUBENSLEBEN IN DER ROMANIK, Vortrag Karl Baus: „Hochmittelalterliche Religiosität und Frömmigkeit im Nordwaldecker Raum mit Beispielen aus der ehem. Benediktinerabtei Flechtdorf“. Musik: Hans Hegner/Cosima Hoffmann, Bürgerhaus Bad Arolsen, 19.30 Uhr
25.6. KIRCHENFÜHRUNG UND KONZERT, mit Frau Dr. Rieme-Buddecke, Musik: Schola der kath. Kirchengemeinde Bad Arolsen, Hans Hegner/Cosima Hoffmann, Kirche Twiste, 19.30 Uhr
26.6. ROMANISCHES FEST, Deutschlands Mittelalter-Frauenband Nr. 1 "Die Irrlichter". Bürgerhaus Bad Arolsen, 19.30 Uhr
27.6. FEST DER BEGEGNUNG, Ökumenischer Gottesdienst; Kirchenführung, Musik "Die Irrlichter", Spielszenen aus dem Mittelalter (Schüler der Schlossbergschule), Ausstellung von Schülerarbeiten, Schola, Projektchor unter Leitung von Rainer Böttcher. Kirchenruine Alt Rhoden, 12 Uhr
Währnd der ganzen Woche: AUSSTELLUNGEN "ROMANIK IN NORD-WALDECK" in den Sparkassen aller Kommunen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei!
# 123
geschrieben von www.minnesang.com,
am 26-05-2010, 08:55:52
40 JAHRE OUGENWEIDE Großes Jubiläum am ersten Juniwochenende Zwei Tribut-CDs herausgekommen
Die Hamburger Band Ougenweide, die in den Siebziger Jahren ihre größten Erfolge feierte und heute von der Mittelalter-Musikszene als Vorreiter gepriesen wird, begeht am ersten Juni-Wochenende ihr 40-jähriges Gründungsjubiläum. Am Freitagabend stellt die Band im Hamburger Knust ihr neues Album "Herzsprung" vor, am Samstag folgt auf Burg Falkenstein im Harz ein großer Sängerwettstreit, bei dem Interpreten der aktuellen Mittelalterszene Titel der Band vor einer Ougenweide-Jury darbieten. Am Sonntag schließlich gibt es eine Matinée mit Rückblick auf die 40jährige Bandgeschichte.
Die Veranstaltung am Freitag, dem 4. Juni, um 20 Uhr im Hamburger Kulturzentrum Knust (Neuer Kamp 30) steht im Zeichen des neuen Albums "Herzsprung": Sensibel, poetisch und gereift vertonen die Pioniere des Mittelalterrock darauf althochdeutsche Zauber- und Segenssprüche, mittelalterliche Minnelieder und viktorianische Gedichte. Sie erinnern damit an ihr im März verstorbenes Gründungsmitglied Frank Wulff, das das Album maßgeblich geprägt hat. Tickets: 040- 879762-30. Am Samstag, dem 5. Juni, finden sich alle Veteranen der 70er-Jahre-Besetzung von Ougenweide auf Burg Falkenstein im Ostharz (Nähe Quedlinburg) ein: Sie werden als Jury 9 Kandidaten aus der aktuellen Mittelaltermusikszene begutachten, die im Wettstreit mit Ougenweide-Liedern gegeneinander antreten. Es sind die preisgekrönten Minnesänger Holger Schäfer und Knud Seckel, die erfolgreich Frauen-Combo "Irrlichtter", die Mittelalterrocker Marcus van Langen und Arundo, die Spielleut Irregang, das Duo Vrouwenheide und die Folk-Musiker Ursel Peters und Skandor. Auch das Publikum darf einen Favoriten küren. Beginn: 19.30 Uhr, Tickets: 034743-535590. Am Sonntagmorgen geht es um 11 Uhr im Königssaal der Burg Falkenstein mit einer Matinée weiter: Mit Videos, musikalischen Raritäten, Live-Musik und viel Hintergrundinformation nähern sich der Minnesänger Hans Hegner und der Musikwissenschaftler Dr. Lothar Jahn dem musikalischen Schaffen der stilprägenden Ausnahmeband. Zum Jubiläum erschienen auf dem Label Emmuty Records auch zwei Tributalben: "Tribut an Ougenweide - Minne, Rock und Zaubersprüche" führte so unterschiedliche Interpreten wie Oni Wytars, Poeta Magica, Triskilian, Die Irrlichter, In Extremo und van Langen zusammen, um die Vorbilder zu ehren. Auf dem Konzeptalbum "Merseburger Zaubersprüche" spielen die selben Interpreten gemeinsam eine hoch inspirierte 22-Minuten-Version des bekanntesten Stückes der Hamburger Band. > Mehr Informationen: www.ougenweide.eu, www.emmuty.de, www.minnesang.com
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